Streit lösen
Was ist ein Konflikt?
Konflikte gehören zum Zusammenleben. Was das Wort bedeutet, welche Arten es gibt, wie Konflikte eskalieren und wie sie sich wieder bearbeiten lassen
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Konflikt ist eine Interaktion, in der mindestens eine Seite eine Unvereinbarkeit erlebt und sich von der anderen beeinträchtigt fühlt.
- Jeder Konflikt hat drei Komponenten: das Verhalten, die Interessen und Ziele sowie die Annahmen und Haltungen der Beteiligten.
- Konflikte reichen vom inneren Zwiespalt einer Person bis zu Auseinandersetzungen zwischen Staaten.
- Nach Glasl eskalieren sie in neun Stufen; je weiter oben, desto eher braucht es Hilfe von außen.
- Konflikte sind nicht grundsätzlich schlecht: Gut bearbeitet, können sie Veränderungen anstoßen.
In Zahlen
9
Eskalationsstufen
nach Glasl
3
Ebenen
Win-Win, Win-Lose, Lose-Lose
5
Grundtypen
von Konflikten nach Lutz Schrader
Problem
- Was es ist
- eine Aufgabe, für die eine Lösung fehlt
- Was hilft
- Fachwissen und eine Entscheidung
- Beispiel in der WG
- Die Heizung ist kaputt.
Meinungsverschiedenheit
- Was es ist
- unterschiedliche Ansichten oder Interessen, ohne dass sich jemand behindert fühlt
- Was hilft
- Austausch, oft reicht Zuhören
- Beispiel in der WG
- Eine Mitbewohnerin will den Handwerker sofort, der andere erst nächste Woche.
Konflikt
- Was es ist
- mindestens eine Seite erlebt eine Unvereinbarkeit und fühlt sich von der anderen beeinträchtigt
- Was hilft
- ein Umgang mit Interessen, Gefühlen und der Beziehung
- Beispiel in der WG
- Er fühlt sich übergangen, weil sie ohne Absprache einen Termin macht.
Streit
- Was es ist
- die sichtbare Form, in der ein Konflikt ausgetragen wird
- Was hilft
- erst beruhigen, dann den Konflikt dahinter bearbeiten
- Beispiel in der WG
- In der Küche fallen laute Vorwürfe, wer hier immer alles allein entscheidet.
Verhalten
- Ebene
- sichtbar, manifest
- Beispiele
- Achtlosigkeit, Kommunikationsverweigerung, Konkurrenz, verbale Angriffe
Interessen und Ziele
- Ebene
- meist verborgen, latent
- Beispiele
- Streben nach sozialer Anerkennung oder materiellem Gewinn
Annahmen und Haltungen
- Ebene
- meist verborgen, latent
- Beispiele
- Stereotype, Vorurteile, Feindbilder
Stufen 1 bis 3: Win-Win
Verhärtung, Debatte, Taten statt Worte. Die Beteiligten können den Konflikt noch selbst durch Gespräche und Kompromissbereitschaft lösen.
Stufen 4 bis 6: Win-Lose
Koalitionen, Gesichtsverlust, Drohstrategien. Auf dieser Ebene brauchen die Beteiligten Hilfe von außen.
Stufen 7 bis 9: Lose-Lose
Begrenzte Vernichtung, Zersplitterung, Vernichtung. Der Konflikt lässt sich nur noch durch äußeres Eingreifen unterbrechen.
Intrapersonal
- Wer beteiligt ist
- eine Person mit sich selbst
- Beispiel
- Gewissensbisse
Interpersonal
- Wer beteiligt ist
- zwei oder mehr Personen, im direkten Kontakt
- Beispiel
- ein Streit, der eine Ehe belastet
Meso-sozial
- Wer beteiligt ist
- mindestens zwei Organisationen, etwa Vereine, Schulen, Unternehmen
- Beispiel
- ein Tarifkonflikt, der in einem Streik gipfelt
Makro-sozial
- Wer beteiligt ist
- Großgruppen wie Verbände, Regierungen, Staatenbündnisse
- Beispiel
- ein Bürgerkrieg zwischen Regierung und Rebellengruppen
- Wortherkunft
- lateinisch conflictus, Zusammenstoß
- Im Deutschen
- entlehnt im 18. Jahrhundert
- Drei Komponenten
- Verhalten, Interessen, Haltungen
- Eskalation
- neun Stufen nach Glasl
Was ist ein Konflikt?
Der Duden beschreibt einen Konflikt als schwierige Situation, die durch das Aufeinanderprallen widerstreitender Auffassungen oder Interessen entstanden ist und zum Zerwürfnis führen kann. Das Wort stammt vom lateinischen conflictus, Zusammenstoß, und wurde laut DWDS im 18. Jahrhundert ins Deutsche entlehnt.
Glasl fasst den sozialen Konflikt genauer. Er beschreibt ihn als Interaktion zwischen zwei Akteuren, also Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen. Mindestens einer von ihnen erlebt eine Unvereinbarkeit im Wahrnehmen, Denken, Fühlen oder Wollen und spürt eine Beeinträchtigung durch den anderen, wenn er sein Denken, Fühlen oder Wollen verwirklichen will.
Entscheidend ist dabei das Handeln. Ohne dass mindestens eine Partei eine Beeinträchtigung erlebt, etwa als Behinderung, Widerstand, Abwehr oder Angriff, spricht Glasl nicht von einem sozialen Konflikt. Unterschiedliche Meinungen allein sind also noch kein Konflikt.
Wann wird aus Unterschieden ein Zusammenstoß?
Unterschiedliche Interessen und Ansichten allein machen noch keinen Konflikt. Nach Lutz Schrader bricht selbst dann nicht zwangsläufig einer aus, wenn Verhalten, Interessen und Haltungen zweier Seiten nicht zusammenpassen. Entscheidend sind Wahrnehmung und Handeln: Erst wenn mindestens eine Partei das Verhalten der anderen als beeinträchtigend und inakzeptabel für ihr Wohlbefinden, ihr Selbstverständnis, ihr Handeln oder ihre Sicherheit empfindet, lässt sich von einem Konflikt sprechen.
Was jemand so erlebt, hängt stark von Prägungen ab, von Vorerfahrungen, Wertvorstellungen, Glaubenssätzen, Motiven und Ängsten. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ergänzt, dass auch die gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen bestimmen, was als Konflikt gesehen wird.
Typische Auslöser ordnet eine Einteilung nach Morton Deutsch: Fehlinformationen und unterschiedliche Deutungen von Daten, konkurrierende Interessen, ungleich verteilte Ressourcen und Macht, unterschiedliche Wertesysteme sowie Vorurteile und Kommunikationsstörungen. Wer den Auslöser kennt, findet leichter den Weg, der zur Bearbeitung passt.
Welche Konfliktarten gibt es?
Lutz Schrader unterscheidet in einem Beitrag für die Bundeszentrale für politische Bildung fünf Grundtypen: Kommunikations- oder Verhaltenskonflikte, Sachkonflikte, Beziehungskonflikte, sozio-strukturelle und kulturelle Konflikte. In Sachkonflikten treffen unvereinbar erscheinende Interessen und Ziele aufeinander, oft geht es um ein knappes Gut. Typische Formen sind Macht-, Status-, Interessen- und Verteilungskonflikte.
Eine zweite Einteilung richtet sich nach der Größe und dem Organisationsgrad der Beteiligten. Intrapersonale Konflikte trägt eine Person mit sich selbst aus, etwa als Entscheidungs- oder Rollenkonflikt. Darauf folgen interpersonale oder mikro-soziale, meso-soziale und makro-soziale Konflikte, je nachdem, wie groß und organisiert die Konfliktparteien sind. Am oberen Ende steht etwa ein Bürgerkrieg zwischen einer Regierung und Rebellengruppen, und damit die Frage, warum es Krieg gibt.
Für den Alltag in Teams nennt ein Fachtext aus der Reihe KiTa Fachtexte weitere Arten. Beziehungskonflikte wurzeln in starken Gefühlen wie Angst, Frustration oder Neid oder in enttäuschten Erwartungen, Wertekonflikte entstehen aus unterschiedlichen Wertvorstellungen und Grundsätzen. Dazu kommen Sachverhalts-, Interessen- und Strukturkonflikte.
Welche Seite einer Auseinandersetzung ist sichtbar, welche verborgen?
Die Konfliktforschung unterscheidet zwei Ebenen. Sichtbar, also manifest, ist das Verhalten der Beteiligten: Die Atmosphäre ist belastet, es gibt Streit, verbale und im Extremfall körperliche Gewalt. Verborgen, also latent, bleiben dagegen meist die Interessen und Ziele sowie die Annahmen und Haltungen.
Dafür gibt es Gründe. Die meisten Konfliktparteien kennen zwar ihre eigenen Interessen, nicht aber die des Gegenübers, und nicht selten versuchen sie, ihre wirklichen Ziele zu verbergen. Noch weniger bewusst sind oft die eigenen Prägungen, die steuern, wie jemand eine Lage wahrnimmt.
Johan Galtung hat diese drei Komponenten im Konfliktdreieck zusammengeführt, das die Grafik oben zeigt. Weil sie sich gegenseitig verstärken, reicht es selten, nur das sichtbare Verhalten zu regeln. Gerade in eskalierten Konflikten können Außenstehende wie Vertraute, Mediatoren oder Therapeuten helfen, die verborgene Ebene bewusst zu machen.
Wie eskalieren Konflikte?
Glasl unterscheidet neun Stufen der Konflikteskalation, von der Verhärtung der Meinungen und Standpunkte bis zur totalen Konfrontation, selbst um den Preis der eigenen Vernichtung. Die Übersicht unten nennt alle neun Stufen.
Die Stufen lassen sich drei Ebenen zuordnen. Die Stufen eins bis drei bilden die Ebene Win-Win, die Stufen vier bis sechs die Ebene Win-Lose und die Stufen sieben bis neun die Ebene Lose-Lose.
Auf der Win-Win-Ebene können die Beteiligten einen Konflikt noch selbst durch Gespräche und Kompromissbereitschaft lösen. Auf der Win-Lose-Ebene brauchen sie Hilfe von außen, und auf der Lose-Lose-Ebene lässt sich der Konflikt nur noch durch äußeres Eingreifen unterbrechen.
Sind Konflikte schlecht?
Konflikte sind nach Lutz Schrader nicht grundsätzlich negativ zu bewerten. Er zitiert Ropers, für den sie eine unvermeidbare und für den sozialen Wandel notwendige Begleiterscheinung des Zusammenlebens in allen Gesellschaften sind.
Entscheidend ist, wie sie bearbeitet werden. Gelingt das, können von ihnen Lern- und Veränderungsimpulse für alle Beteiligten ausgehen.
Auch für Teams wird dieser Gedanke beschrieben. Wird der Grund des Zusammenstoßes bearbeitet, können Konflikte Veränderungen ermöglichen, neue Kräfte mobilisieren und den Zusammenhalt stärken.
Wie lassen sich Konflikte lösen?
Einen einzigen Weg für alle Konflikte gibt es nicht. Ein Anhaltspunkt sind die drei Komponenten, die jeder Konflikt nach Schrader idealtypisch hat: das widerstreitende Verhalten der Parteien, ihre unvereinbar erscheinenden Interessen und Ziele und ihre unterschiedlichen Annahmen und Haltungen.
Eine Bearbeitung kann an jeder dieser drei Komponenten ansetzen. Wie weit ein Konflikt eskaliert ist, entscheidet zudem, ob die Beteiligten ihn selbst klären können oder Hilfe von außen brauchen.
Dafür gibt es Methoden, darunter die Gewaltfreie Kommunikation, die Mediation und das Harvard-Konzept, die auf den Seiten unten vorgestellt werden. W3ltfrieden verbindet Menschen, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen wollen, mit Friedensmissionen in ihrer Umgebung.
Lutz Schrader, Bundeszentrale für politische Bildung, 2018
Konflikte sind nicht grundsätzlich negativ zu bewerten.
Quellen
- Duden: Konflikt
- DWDS: Konflikt, Etymologie
- bpb: Was ist ein Konflikt? (Lutz Schrader)
- bpb: Formen und Typen innerstaatlicher Konflikte (Lutz Schrader)
- KiTa Fachtexte: Konflikte im Team (Kathrin Hohmann)
- Plattform Politische Bildung: Stufen der Konflikteskalation
- Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Politik und Unterricht 1/2018, Konflikte. Erkennen, verstehen, lösen
- DGUV: Soziale Beziehungen, Praxisbeispiel Konflikte im Team
Die neun Eskalationsstufen nach Glasl
- Stufe 1Verhärtung, Ebene Win-Win
- Stufe 2Debatte, Ebene Win-Win
- Stufe 3Taten statt Worte, Ebene Win-Win
- Stufe 4Koalitionen, Ebene Win-Lose
- Stufe 5Gesichtsverlust, Ebene Win-Lose
- Stufe 6Drohstrategien, Ebene Win-Lose
- Stufe 7Begrenzte Vernichtung, Ebene Lose-Lose
- Stufe 8Zersplitterung, Ebene Lose-Lose
- Stufe 9Vernichtung, Ebene Lose-Lose
Häufige Fragen zum Begriff Konflikt
Was ist der Unterschied zwischen Konflikt und Streit?
Im Alltag werden beide Wörter oft gleich verwendet. Die Konfliktforschung trennt sie: Als Konflikt bezeichnet sie nach der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg Unvereinbarkeiten im Denken, Fühlen und Wollen verschiedener Personen oder Gruppen. Streit ist eine Form, in der ein Konflikt sichtbar ausgetragen wird. Ein Konflikt kann also bestehen, ohne dass gestritten wird. Schon der griechische Dichter Hesiod unterschied einen guten Streit, in dem Rivalen eine gemeinsame Ordnung achten, von einem bösen, der sie zu Feinden macht.
Was ist der Unterschied zwischen einem Konflikt und einem Problem?
Ein Problem ist eine Aufgabe, für die eine Lösung fehlt, etwa eine defekte Heizung. Zum Konflikt wird es erst, wenn Menschen einander dabei im Weg stehen. Nach Friedrich Glasl erlebt mindestens eine Seite eine Unvereinbarkeit und eine Beeinträchtigung durch die andere. Streiten zwei Mitbewohner darüber, wer den Handwerker bezahlt, ist aus dem Problem ein Konflikt geworden. Für die Lösung macht das einen Unterschied: Ein Problem lässt sich oft mit Fachwissen beheben, ein Konflikt verlangt zusätzlich einen Umgang mit Interessen, Gefühlen und der Beziehung.
Was ist das Konfliktdreieck?
Das Konfliktdreieck ist ein verbreitetes Werkzeug der Konfliktanalyse, eingeführt von Johan Galtung, einem der Mitbegründer der Friedens- und Konfliktforschung. Es ordnet jeden Konflikt drei Ecken zu: dem Verhalten der Parteien, ihren Interessen und Zielen und ihren Annahmen und Haltungen. Zwischen den Ecken besteht nach Lutz Schrader ein enger, sich wechselseitig verstärkender Zusammenhang, im Negativen wie im Positiven. Für die Bearbeitung heißt das: Wer nur das sichtbare Verhalten regelt, lässt zwei der drei Ecken unberührt.
Welche Beispiele für Konflikte gibt es?
Lutz Schrader beschreibt für die Bundeszentrale für politische Bildung eine große Spannweite: Gewissensbisse in einer einzelnen Person, ein Streit, der eine Ehe belastet, ein Tarifkonflikt zwischen Gewerkschaft und Unternehmen, der in einem Streik gipfelt, bis zum Bürgerkrieg zwischen einer Regierung und Rebellengruppen. Im Arbeitsalltag nennt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Verteilungs-, Rollen- und Zielkonflikte, etwa wenn Zuständigkeiten in einem Team ungeklärt sind. Bei aller Unterschiedlichkeit lassen sich Konflikte nach Schrader auf eine gemeinsame Grundstruktur zurückführen.
Heißt es der oder das Konflikt?
Es heißt der Konflikt. Laut Duden ist das Wort ein maskulines Substantiv; der Genitiv lautet des Konflikts oder des Konfliktes, der Plural die Konflikte. Nach dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache wurde es im 18. Jahrhundert aus dem Lateinischen entlehnt und bedeutet Zusammenstoß, Auseinandersetzung, innerer Zwiespalt und Widerstreit. Schon von seiner Herkunft her deckt das Wort damit beides ab: den Streit zwischen Menschen und den Zwiespalt in einer einzelnen Person.
Was ist ein innerer Konflikt?
Ein innerer oder intrapersonaler Konflikt ist einer, den eine Person mit sich selbst austrägt. Nach Lutz Schrader liegen dabei in ihrer Psyche unvereinbar erscheinende Gefühle, Überzeugungen, Werte, Motive, Interessen und Ziele im Widerstreit. Typische Formen sind Entscheidungs- und Rollenkonflikte. Innere Konflikte stecken auch in größeren Auseinandersetzungen: Schrader nennt als Beispiel die Gewissenskonflikte von Entscheidern in Konflikten zwischen Organisationen. Wer den eigenen Zwiespalt klärt, kann oft auch nach außen klarer sagen, was er braucht.
Die Methoden im Vergleich
| Methode | Einsatzfeld | Aufwand | Rolle von außen |
|---|---|---|---|
| Gewaltfreie Kommunikation | Alltag, Beruf, Schule, Familie, Vermittlung zwischen Gruppen | Ohne Vorbereitung anwendbar, mit viel Übung verlässlich | Keine dritte Person nötig, eine Seite kann anfangen |
| Mediation | Familie, Arbeitsplatz, Nachbarschaft, Wirtschaft, Umwelt- und Bauvorhaben | Mehrere Sitzungen über Wochen, freiwillig und jederzeit abbrechbar | Eine allparteiliche dritte Person ohne Entscheidungsbefugnis |
| Deeskalation | Schule, Pflege, Verkehr, öffentlicher Dienst, Ehrenamt, Nachbarschaft | In der Situation anwendbar, Training hilft erheblich | Oft von einer unbeteiligten dritten Person getragen |
| Streitschlichtung | Schule, Jugendarbeit, Freizeiteinrichtungen | Ausbildung über mehrere Wochen, Schlichtung in einer Sitzung | Zwei ausgebildete Gleichaltrige, keine Lehrkraft am Tisch |
| Das Harvard-Konzept | Verhandlungen jeder Art, von Tarifgesprächen bis zur Nachbarschaft | Vorbereitung entscheidet, das Gespräch selbst kann kurz sein | Keine dritte Person nötig, eine Seite kann das Verfahren einbringen |
| Aktives Zuhören | Jedes Gespräch, in dem Verstehen zählt, von der Familie bis zur Streitschlichtung | Sofort anwendbar, sicher wird es erst mit Übung | Keine dritte Person nötig, eine Seite kann damit beginnen |
| Ich-Botschaften | Alltagskonflikte in Familie, Partnerschaft, Nachbarschaft, Schule und Team | Ein Satz im Gespräch, die eigentliche Übung liegt davor | Keine dritte Person nötig, jede Seite kann damit anfangen |
Diese Reihe geht die Methoden durch, mit denen Konflikte bearbeitet werden, von der Sprachform im Alltag bis zum geregelten Verfahren. Jede folgt denselben fünf Fragen: was sie ist, wie sie arbeitet, wann sie passt, wo ihre Grenzen liegen und wie der erste Schritt aussieht.
Die Methoden
Alltag, Beruf, Schule, Familie, Vermittlung zwischen Gruppen
Gewaltfreie Kommunikation
Vier Schritte, die einen Vorwurf in eine Aussage über die eigene Lage übersetzen. Das klingt einfach und ist im Streit die schwerste Übung
AnsehenFamilie, Arbeitsplatz, Nachbarschaft, Wirtschaft, Umwelt- und Bauvorhaben
Mediation
Ein Dritter führt durch das Gespräch und entscheidet nichts. Genau daran hängt, warum das Ergebnis danach oft hält
AnsehenSchule, Pflege, Verkehr, öffentlicher Dienst, Ehrenamt, Nachbarschaft
Deeskalation
Ein zugespitzter Streit lässt sich nicht mit Argumenten beenden. Erst wenn die Anspannung sinkt, wird wieder verhandelbar, worum es geht
AnsehenSchule, Jugendarbeit, Freizeiteinrichtungen
Streitschlichtung
Schülerinnen und Schüler vermitteln zwischen Gleichaltrigen, nach festen Regeln und ohne Lehrkraft. Das funktioniert besser, als es zunächst klingt
AnsehenVerhandlungen jeder Art, von Tarifgesprächen bis zur Nachbarschaft
Das Harvard-Konzept
Nicht hart und nicht weich, sondern sachbezogen: vier Prinzipien, die aus einem Kräftemessen eine gemeinsame Aufgabe machen sollen
AnsehenJedes Gespräch, in dem Verstehen zählt, von der Familie bis zur Streitschlichtung
Aktives Zuhören
Zuhören, nachfragen, in eigenen Worten zurückgeben: eine einfache Methode, die aus einem Schlagabtausch wieder ein Gespräch machen kann
AnsehenAlltagskonflikte in Familie, Partnerschaft, Nachbarschaft, Schule und Team
Ich-Botschaften
Von sich sprechen statt über den anderen urteilen: ein Satz in drei Teilen, der aus einem Vorwurf eine Mitteilung machen soll
Ansehen
Vom Verfahren zur eigenen Mission
Jede dieser Methoden ist von Menschen entwickelt worden, die einen Streit vor sich hatten und ihn anders führen wollten. Dieselbe Haltung braucht es im Kleinen: in einer Nachbarschaft, einer Schule, einem Verein.
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