Weltkarte des Friedens
Die gefährlichsten Städte Deutschlands
Frankfurt am Main, Berlin und Bremen hatten 2025 unter den deutschen Großstädten die meisten polizeilich erfassten Straftaten je Einwohner. Alle 39 Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern im Vergleich, mit Gewaltkriminalität, Bundesländern, Entwicklung zum Vorjahr und einer Lesehilfe für die Zahlen
Das Wichtigste in Kürze
- Die gefährlichste Stadt Deutschlands im Sinne der Statistik ist Frankfurt am Main: Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 erfasste die Polizei dort 15.026 Straftaten je 100.000 Einwohner, bundesweit waren es 6.591.
- Gefährlich heißt auf dieser Seite: die meisten erfassten Straftaten je Einwohner. Die Statistik zeigt nur das Hellfeld, also Taten, die angezeigt oder von der Polizei entdeckt wurden, und sagt nichts über die Menschen einer Stadt.
- Bei der Gewaltkriminalität liegen Frankfurt am Main, Hannover und Dortmund vorn. Ohne Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylrecht, die in Frankfurt zu einem großen Teil die Bundespolizei feststellt, rückt Frankfurt auf Platz 5.
- In den 39 Großstädten erfasste die Polizei 2025 zusammen 4,6 Prozent weniger Fälle als 2024. Eine Reiseempfehlung spricht diese Seite nicht aus.
In Zahlen
15.026
Straftaten je 100.000 Einwohner
in Frankfurt am Main, der höchste Wert der Großstädte
6.591
Straftaten je 100.000 Einwohner
im Durchschnitt ganz Deutschlands
−4,6%
erfasste Fälle gegenüber 2024
in den 39 Großstädten zusammen
- Frankfurt am Main15.026
- Berlin13.642
- Bremen13.559
- Düsseldorf12.999
- Hannover12.849
- Halle (Saale)12.824
- Köln12.727
- Magdeburg11.569
- Dortmund11.446
- Hamburg11.196
- Deutschland insgesamt6.591
- Frankfurt am Main691
- Hannover622
- Dortmund588
- Köln539
- Berlin537
- Bremen534
- Halle (Saale)519
- Wuppertal506
- Düsseldorf499
- Magdeburg496
- Deutschland insgesamt254
Alle Straftaten
- Frankfurt am Main
- 15.026 (1)
- Berlin
- 13.642 (2)
- Bremen
- 13.559 (3)
- Hannover
- 12.849 (5)
- Halle (Saale)
- 12.824 (6)
Ohne ausländerrechtliche Verstöße
- Frankfurt am Main
- 12.541 (5)
- Berlin
- 13.233 (2)
- Bremen
- 13.322 (1)
- Hannover
- 12.621 (4)
- Halle (Saale)
- 12.732 (3)
- Datengrundlage
- Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Städtetabelle in der Fassung vom 16. Oktober 2026
- Herausgeber
- Bundeskriminalamt, Wiesbaden
- Verglichen
- 39 Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern
- Lesart
- Erfasste Fälle je 100.000 Einwohner, die Häufigkeitszahl
- Autor
- Johannes Max Harms
Welches sind die gefährlichsten Städte Deutschlands?
Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 des Bundeskriminalamts erfasste die Polizei unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern in Frankfurt am Main die meisten Straftaten je Einwohner: 15.026 Fälle je 100.000 Einwohner. Es folgen Berlin mit 13.642, Bremen mit 13.559, Düsseldorf mit 12.999 und Hannover mit 12.849. Für ganz Deutschland lag der Wert bei 6.591.
Gefährlich heißt auf dieser Seite: die meisten erfassten Straftaten je Einwohner. Gezählt werden alle Delikte, vom Schwarzfahren über den Ladendiebstahl bis zur Körperverletzung. Die Zahl beschreibt, was der Polizei in einem Jahr bekannt wurde, und ist kein Urteil über eine Stadt oder die Menschen, die dort leben.
Die Statistik zeigt außerdem nur das Hellfeld. Taten, die niemand anzeigt und die die Polizei nicht selbst entdeckt, fehlen darin. Wie es weltweit aussieht, wenn man Städte nach ihrer Tötungsrate vergleicht, zeigt die Rangliste der Städte mit der höchsten Tötungsrate.
In welchen Großstädten erfasst die Polizei die meiste Gewaltkriminalität?
Bei der Gewaltkriminalität lag 2025 ebenfalls Frankfurt am Main vorn, mit 691 Fällen je 100.000 Einwohner. Dahinter folgen Hannover mit 622, Dortmund mit 588, Köln mit 539 und Berlin mit 537. Der Wert für ganz Deutschland lag bei 254, und keine der 39 Großstädte lag darunter. Am niedrigsten waren Mainz mit 263 und Karlsruhe mit 269.
Zur Gewaltkriminalität zählt die Statistik unter anderem Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in besonders schweren Fällen, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Geiselnahme. Die einfache Körperverletzung gehört nicht dazu. Gewaltdelikte machen nur einen kleinen Teil aller Fälle aus, bundesweit 3,9 Prozent.
Die Reihenfolge weicht von der Rangliste aller Straftaten ab. Hannover steht dort auf Platz 5, bei der Gewalt auf Platz 2. Düsseldorf ist bei allen Straftaten Vierter, bei der Gewalt Neunter. Wer wissen will, wie belastet eine Stadt durch Gewalt ist, sollte deshalb beide Werte nebeneinander lesen, wie in der Tabelle unten.
Was steckt hinter dem hohen Wert von Frankfurt am Main?
Die Statistik zählt eine Tat dort, wo sie geschieht, und dazu gehört in Frankfurt auch der Flughafen. Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main schreibt in seinem Jahrbuch zur Kriminalstatistik 2025, dass die Zahlen der Stadt auch Straftaten enthalten, die die Bundespolizei am Flughafen und auf bahneigenem Gelände aufnimmt, insbesondere einreisebedingte Urkundenfälschungen und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.
Ausländerrechtliche Verstöße erfasste die Polizei in Frankfurt 2025 in 18.792 Fällen, davon bearbeitete die Bundespolizei nach dem Jahrbuch 13.507. Lässt man diese Delikte heraus, wie es die Städtetabelle mit einem eigenen Schlüssel erlaubt, sinkt der Wert der Stadt von 15.026 auf 12.541 Fälle je 100.000 Einwohner. Frankfurt rückt damit von Platz 1 auf Platz 5, hinter Bremen, Berlin, Halle (Saale) und Hannover.
Bei der Gewaltkriminalität bleibt Frankfurt vorn, denn ausländerrechtliche Verstöße zählen dort ohnehin nicht mit. Für den Taschendiebstahl nennt das Jahrbuch die Innenstadt, das Bahnhofsviertel und Sachsenhausen als Brennpunkte. Wie viele Menschen sich dort täglich aufhalten, ohne in Frankfurt zu wohnen, erfasst die Häufigkeitszahl nicht.
Wie unterscheiden sich die Bundesländer?
Am niedrigsten war die Häufigkeitszahl 2025 in Bayern mit 4.371 Fällen je 100.000 Einwohner, gefolgt von Baden-Württemberg mit 4.902 und Rheinland-Pfalz mit 5.427. Unter den Flächenländern lag Sachsen-Anhalt mit 8.090 am höchsten, vor Nordrhein-Westfalen mit 7.524. Die drei Stadtstaaten Berlin mit 13.642, Bremen mit 13.393 und Hamburg mit 11.468 liegen weit darüber.
Der Vergleich mit den Stadtstaaten ist schief, denn Städte haben fast immer höhere Werte als das Land. In Gemeinden unter 20.000 Einwohnern erfasste die Polizei 2025 bundesweit 3.667 Fälle je 100.000 Einwohner, in Städten ab 500.000 Einwohnern 10.962. Ein Stadtstaat besteht nur aus Stadt, ein Flächenland auch aus Dörfern und Kleinstädten.
Innerhalb eines Landes liegen die Großstädte oft weit auseinander. In Hessen steht Frankfurt am Main auf Platz 1, Wiesbaden auf Platz 34. Die 15 Großstädte aus Nordrhein-Westfalen verteilen sich von Platz 4 bis Platz 32. Die drei bayerischen Großstädte München, Augsburg und Nürnberg stehen alle unter den letzten vier, Halle (Saale) und Magdeburg aus Sachsen-Anhalt auf den Plätzen 6 und 8.
Wie hat sich die Zahl der Straftaten seit 2024 verändert?
Bundesweit erfasste die Polizei 2025 insgesamt 5.508.559 Straftaten, 5,6 Prozent weniger als 2024 mit 5.837.445. Die Gewaltkriminalität ging um 2,3 Prozent zurück, von 217.277 auf 212.335 Fälle. In den 39 Großstädten sank die Zahl aller Fälle um 4,6 Prozent und die der Gewaltdelikte um 1,1 Prozent.
In 29 der 39 Großstädte wurden weniger Fälle erfasst als im Vorjahr. Am deutlichsten war der Rückgang in Bonn mit 18,2 Prozent, in Dresden mit 12,3 Prozent und in Augsburg mit 12,0 Prozent. Mehr Fälle als 2024 gab es unter anderem in Wiesbaden mit plus 5,9 Prozent, in Düsseldorf mit plus 4,7 Prozent und in Chemnitz mit plus 4,6 Prozent. In Frankfurt am Main blieb die Zahl mit plus 0,3 Prozent fast gleich.
Bei der Gewaltkriminalität sehen die Veränderungen teils anders aus: In Chemnitz stieg die Zahl der Fälle um 27,0 Prozent, in Bremen um 12,2 Prozent, während die Gesamtzahl in Bremen um 10,7 Prozent sank. Verglichen werden hier die Fallzahlen, weil die Häufigkeitszahlen der beiden Jahre auf unterschiedlichen Einwohnerzahlen beruhen. Ob eine Veränderung mehr oder weniger Taten bedeutet oder ein anderes Anzeigeverhalten, kann die Statistik allein nicht klären.
Wie lässt sich die Häufigkeitszahl richtig lesen?
Die Häufigkeitszahl teilt alle erfassten Fälle einer Stadt durch ihre Einwohner und rechnet sie auf 100.000 Einwohner hoch. Sie hilft, große und kleine Städte zu vergleichen. Sie zählt aber jede Tat gleich, ob Schwarzfahrt oder Raub, und sie bezieht die Taten nur auf die Einwohner, nicht auf alle Menschen, die sich in einer Stadt aufhalten.
Das Bundeskriminalamt weist darauf hin, dass ein Großteil der Straftaten der Polizei nicht bekannt wird und dass das Anzeigeverhalten je nach Delikt sehr unterschiedlich ist. Manche Delikte, etwa Rauschgiftdelikte, werden der Polizei nur durch ihre eigene Arbeit bekannt. Schwerpunkte, die die Polizei setzt, haben deshalb großen Einfluss auf die Zahl der registrierten Fälle.
Eine Rangliste nach der Kriminalstatistik ist deshalb eine Momentaufnahme des Hellfelds und keine Aussage über einzelne Viertel oder die Menschen einer Stadt. Wie friedlich Deutschland im Vergleich mit anderen Staaten ist, zeigen der Global Peace Index und die Seite zu den sichersten Ländern der Welt, Städte im internationalen Vergleich die Seite zum Safe Cities Index und den Städten weltweit. Diese Seite wird mit der nächsten Ausgabe der Kriminalstatistik aktualisiert.
Bundeskriminalamt, Kriminalstatistisch-kriminologische Analysen und Dunkelfeldforschung
Ohne Zusatzinformationen aus Dunkelfelduntersuchungen bleibt nämlich ungewiss, ob die Zahlen der amtlichen Kriminalstatistik tatsächlich die Entwicklung der Kriminalitätswirklichkeit widerspiegeln oder lediglich aus einer Verschiebung von Hell- und Dunkelfeld resultieren.
Quellen
- Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Falltabellen Städte
- Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2024, Falltabellen Städte
- Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Falltabellen Länder
- Polizeipräsidium Frankfurt am Main: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Jahrbuch (PDF)
- Bundeskriminalamt: Dunkelfeldforschung
- Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Alle Großstädte nach erfassten Straftaten 2025
| Platz | Stadt | Bundesland | Straftaten je 100.000 Einwohner | Gewaltkriminalität je 100.000 Einwohner | Fälle zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Frankfurt am Main | Hessen | 15.026 | 691 | +0,3% |
| 2 | Berlin | Berlin | 13.642 | 537 | −6,7% |
| 3 | Bremen | Bremen | 13.559 | 534 | −10,7% |
| 4 | Düsseldorf | Nordrhein-Westfalen | 12.999 | 499 | +4,7% |
| 5 | Hannover | Niedersachsen | 12.849 | 622 | −7,2% |
| 6 | Halle (Saale) | Sachsen-Anhalt | 12.824 | 519 | +2,3% |
| 7 | Köln | Nordrhein-Westfalen | 12.727 | 539 | −2,8% |
| 8 | Magdeburg | Sachsen-Anhalt | 11.569 | 496 | +0,6% |
| 9 | Dortmund | Nordrhein-Westfalen | 11.446 | 588 | −5,6% |
| 10 | Hamburg | Hamburg | 11.196 | 457 | −5,0% |
| 11 | Erfurt | Thüringen | 11.067 | 402 | −11,1% |
| 12 | Aachen | Nordrhein-Westfalen | 10.726 | 340 | −0,6% |
| 13 | Leipzig | Sachsen | 10.722 | 402 | −4,9% |
| 14 | Duisburg | Nordrhein-Westfalen | 10.395 | 443 | +0,4% |
| 15 | Münster | Nordrhein-Westfalen | 10.069 | 372 | −6,7% |
| 16 | Kiel | Schleswig-Holstein | 9.957 | 408 | −10,6% |
| 17 | Wuppertal | Nordrhein-Westfalen | 9.885 | 506 | +2,7% |
| 18 | Mannheim | Baden-Württemberg | 9.813 | 324 | −1,1% |
| 19 | Freiburg im Breisgau | Baden-Württemberg | 9.631 | 347 | −7,0% |
| 20 | Chemnitz | Sachsen | 9.270 | 437 | +4,6% |
| 21 | Mönchengladbach | Nordrhein-Westfalen | 9.171 | 373 | −3,5% |
| 22 | Lübeck | Schleswig-Holstein | 9.162 | 363 | −5,3% |
| 23 | Krefeld | Nordrhein-Westfalen | 9.040 | 365 | +3,2% |
| 24 | Essen | Nordrhein-Westfalen | 9.013 | 343 | −8,2% |
| 25 | Gelsenkirchen | Nordrhein-Westfalen | 8.939 | 450 | −6,9% |
| 26 | Stuttgart | Baden-Württemberg | 8.797 | 457 | −0,5% |
| 27 | Bonn | Nordrhein-Westfalen | 8.593 | 381 | −18,2% |
| 28 | Bochum | Nordrhein-Westfalen | 8.538 | 313 | −0,3% |
| 29 | Rostock | Mecklenburg-Vorpommern | 8.319 | 350 | −4,2% |
| 30 | Oberhausen | Nordrhein-Westfalen | 8.109 | 323 | −1,7% |
| 31 | Braunschweig | Niedersachsen | 8.069 | 335 | −4,1% |
| 32 | Bielefeld | Nordrhein-Westfalen | 8.041 | 459 | −4,7% |
| 33 | Dresden | Sachsen | 7.781 | 342 | −12,3% |
| 34 | Wiesbaden | Hessen | 7.554 | 382 | +5,9% |
| 35 | Karlsruhe | Baden-Württemberg | 7.407 | 269 | −9,7% |
| 36 | Nürnberg | Bayern | 7.206 | 329 | +2,5% |
| 37 | Mainz | Rheinland-Pfalz | 6.600 | 263 | −8,4% |
| 38 | Augsburg | Bayern | 6.464 | 301 | −12,0% |
| 39 | München | Bayern | 6.061 | 309 | −2,8% |
Quelle: Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 und 2024, Tabelle Städte ab 100.000 Einwohner. Berücksichtigt sind die 39 Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern. Die Häufigkeitszahl nennt die der Polizei bekannt gewordenen Fälle je 100.000 Einwohner auf Basis des Zensus 2022. Die letzte Spalte vergleicht die Zahl der erfassten Fälle mit 2024, nicht die Häufigkeitszahl, weil die Tabelle für 2024 eine andere Einwohnerbasis nutzt.
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- Die gefährlichsten Städte der WeltRanking des Consejo Ciudadano 2025Port-au-Prince in Haiti hatte 2025 die höchste Tötungsrate aller Städte der Welt, dahinter folgen Babahoyo in Ecuador und Nelson Mandela Bay in Südafrika. Was die Rangliste misst, was sie nicht misst und wie es in Deutschlands Großstädten aussieht
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Weitere Fragen zur Kriminalität in deutschen Großstädten
Welche Stadt gilt als kriminellste Stadt Deutschlands?
Das hängt davon ab, was du zählst. Je Einwohner erfasste die Polizei 2025 in Frankfurt am Main die meisten Straftaten, 15.026 je 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen liegt Berlin vorn: Dort wurden 502.742 Fälle erfasst, in Hamburg 208.538 und in Köln 130.400.
Absolute Zahlen wachsen mit der Größe einer Stadt, deshalb vergleicht diese Seite die Häufigkeitszahl, also die Fälle je 100.000 Einwohner. Kriminell ist dabei keine Eigenschaft einer Stadt oder ihrer Bewohner, sondern eine Beschreibung der Taten, die dort registriert wurden.
Welche Großstadt hat die wenigsten erfassten Straftaten?
Unter den 39 Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern hatte München 2025 mit 6.061 Fällen je 100.000 Einwohner den niedrigsten Wert, vor Augsburg mit 6.464 und Mainz mit 6.600. Bei der Gewaltkriminalität lagen Mainz mit 263 und Karlsruhe mit 269 am niedrigsten.
Die vollständige Rangliste von unten, mit Wohnungseinbrüchen und den Werten kleinerer Städte, steht auf der Seite zu den Großstädten mit den wenigsten erfassten Straftaten.
Was zählt zur Straßenkriminalität?
Zur Straßenkriminalität zählt die Polizeiliche Kriminalstatistik Taten, die ausschließlich oder überwiegend auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen begangen werden, einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel. Dazu gehören etwa Taschendiebstahl, Handtaschenraub, Raubüberfälle auf Straßen und Plätzen, Diebstahl an und aus Autos sowie Fahrraddiebstahl. Bundesweit fielen 2025 18,5 Prozent aller erfassten Fälle in diesen Bereich.
Unter den Großstädten erfasste die Polizei 2025 die meiste Straßenkriminalität je Einwohner in Bremen mit 3.293 Fällen je 100.000 Einwohner, in Münster mit 3.228 und in Köln mit 3.214. Am niedrigsten lagen Stuttgart mit 1.074, Augsburg mit 1.139 und München mit 1.178. Wie sich die Taten auf einzelne Orte wie Bahnhöfe verteilen, weist die Städtetabelle nicht aus.
Zählen Straftaten von Pendlern und Touristen mit?
Ja. Die Polizeiliche Kriminalstatistik erfasst eine Tat in der Gemeinde, in der sie geschehen ist, egal wo Täter oder Opfer wohnen. Die Häufigkeitszahl teilt diese Fälle aber nur durch die Einwohner der Stadt. Taten, an denen Pendler, Besucher oder Reisende beteiligt sind, zählen also mit, die Menschen selbst aber nicht.
In Städten mit großen Bahnhöfen, Flughäfen, Messen und Einkaufsstraßen kann die Häufigkeitszahl deshalb höher ausfallen, ohne dass das Risiko für die Menschen vor Ort größer ist. Das ist kein Messfehler, sondern eine Eigenschaft der Kennzahl, die beim Vergleich mitzudenken ist.
Welche Städte sollte man in Deutschland meiden?
Diese Seite spricht keine Reiseempfehlung aus. Eine Häufigkeitszahl beschreibt eine ganze Stadt über ein Jahr und sagt nicht, wie sich Taten auf Viertel, Uhrzeiten und Orte verteilen. Für dein persönliches Risiko ist sie deshalb wenig aussagekräftig.
Praktische Hinweise, etwa zum Schutz vor Taschendiebstahl und Einbruch, gibt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Für Reisen ins Ausland sind die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts die verlässliche Grundlage.
Frieden beginnt nicht in der Rangliste
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