Weltkarte des Friedens
Militärausgaben weltweit
Die Staaten der Welt gaben 2025 nach SIPRI 2.887 Milliarden US-Dollar für ihr Militär aus, so viel wie nie zuvor in der Datenbank. Wer wie viel ausgibt, wie sich die Summe seit 2008 entwickelt hat und wie sie sich zu den Ausgaben für Frieden verhält
Das Wichtigste in Kürze
- Die Militärausgaben weltweit lagen 2025 nach dem SIPRI-Bericht von April 2026 bei 2.887 Milliarden US-Dollar. Das sind real 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr, der elfte Anstieg in Folge.
- Die fünf Länder mit den höchsten Ausgaben sind die USA, China, Russland, Deutschland und Indien. Zusammen stehen sie für 58 Prozent der weltweiten Militärausgaben.
- Im Durchschnitt flossen 2025 rund 2,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung ins Militär, so viel wie seit 2009 nicht mehr.
- Die NATO-Staaten haben im Juni 2025 in Den Haag ein neues Ziel beschlossen: 5 Prozent der Wirtschaftsleistung bis 2035, davon mindestens 3,5 Prozent für die Kernverteidigung.
In Zahlen
2.887 Mrd.
US-Dollar Militärausgaben 2025
weltweit, nach SIPRI
2,5%
der Weltwirtschaftsleistung
der höchste Anteil seit 2009
80%
entfallen auf 15 Staaten
zusammen 2.304 Milliarden US-Dollar
- 20081.852
- 20102.016
- 20131.948
- 20161.962
- 20182.045
- 20202.210
- 20222.299
- 20232.453
- 20242.692
- 20252.771
2008
- USA
- 4,4 Prozent
- China
- 1,7 Prozent
- Russland
- 3,1 Prozent
- Deutschland
- 1,2 Prozent
2025
- USA
- 3,1 Prozent
- China
- 1,7 Prozent
- Russland
- 7,5 Prozent
- Deutschland
- 2,3 Prozent
- Militärausgaben weltweit 20252.887 Mrd. US-Dollar
- Öffentliche Entwicklungshilfe der OECD-Geberländer 2025174,3 Mrd. US-Dollar
- Haushalt der UN-Friedenssicherung 2026/27rund 5,1 Mrd. US-Dollar
- Datengrundlage
- SIPRI Military Expenditure Database, Stand 27. April 2026
- Herausgeber
- Stockholm International Peace Research Institute, Solna
- Berichtsjahr
- 2025, in laufenden US-Dollar
- Lesart
- Veränderungen sind real, also bereinigt um die Inflation
- Autor
- Johannes Max Harms
Wie hoch sind die Militärausgaben weltweit?
Die Militärausgaben weltweit lagen 2025 nach dem SIPRI-Bericht von April 2026 bei 2.887 Milliarden US-Dollar. Das ist der höchste Wert, den das Stockholmer Friedensforschungsinstitut je erfasst hat, und der elfte Anstieg in Folge. Real, also bereinigt um die Inflation, wuchsen die Ausgaben um 2,9 Prozent. Im Jahr davor waren es noch 9,7 Prozent gewesen.
Auf jeden Menschen der Welt gerechnet sind das 352 US-Dollar im Jahr. Im Durchschnitt gaben die Staaten 6,9 Prozent ihres Haushalts für das Militär aus. Ohne die USA, deren Ausgaben 2025 sanken, wäre die weltweite Summe um 9,2 Prozent gestiegen.
Nach Regionen lag Amerika mit 1.065 Milliarden US-Dollar vorn, gefolgt von Europa mit 864 Milliarden und Asien und Ozeanien mit 681 Milliarden. Europa gab 14 Prozent mehr aus als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor in der Datenbank. Gestiegen sind die Ausgaben 2025 in allen Weltregionen außer Amerika.
Welche Länder geben am meisten für ihr Militär aus?
An der Spitze stehen die USA mit 954 Milliarden US-Dollar, gefolgt von China mit geschätzt 336 Milliarden und Russland mit geschätzt 190 Milliarden. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen Deutschland mit 114 Milliarden und Indien mit 92,1 Milliarden. Die Tabelle unten zeigt die 15 Länder mit den höchsten Ausgaben nach SIPRI.
Die Ausgaben sind stark gebündelt. Die fünf größten Länder kommen zusammen auf 58 Prozent der weltweiten Summe, die zehn größten auf 72 Prozent und die 15 größten auf 80 Prozent. Alle übrigen Staaten teilen sich die restlichen 20 Prozent.
Zwölf der 15 Länder haben ihre Ausgaben 2025 erhöht, nur die USA, das Vereinigte Königreich und Israel gaben weniger aus. Die größten Zuwächse innerhalb dieser Gruppe hatten Spanien mit 50 Prozent, Deutschland mit 24 Prozent und Polen mit 23 Prozent. Es gibt auch Staaten, die ganz ohne eigene Armee auskommen. Sie tauchen in dieser Rangliste nicht auf.
Wie haben sich die Ausgaben seit 2008 entwickelt?
Zu Preisen von 2024 gerechnet lagen die weltweiten Militärausgaben 2008 bei 1.852 Milliarden US-Dollar und 2025 bei 2.771 Milliarden. Das ist ein realer Zuwachs von rund 50 Prozent in 17 Jahren. Das erste Diagramm oben zeigt die Reihe in ausgewählten Jahren.
Der Verlauf war nicht gleichmäßig. Nach einem Anstieg bis 2010 gingen die Ausgaben bis 2014 leicht zurück. Seit 2015 steigen sie jedes Jahr, besonders stark seit 2023. Allein 2024 wuchsen sie real um 9,7 Prozent.
Auch die Gewichte haben sich verschoben. Zwischen 2016 und 2025 haben sich die Militärausgaben in Europa verdoppelt, ihr Anteil an der Weltsumme stieg um 11 Prozentpunkte. Der Anteil Amerikas sank im selben Zeitraum um 5,5 Prozentpunkte. Der Global Peace Index zählt die Militärausgaben übrigens zu den Messgrößen, mit denen er den Frieden eines Landes bewertet.
Welcher Anteil der Wirtschaftsleistung fließt ins Militär?
Weltweit entsprachen die Militärausgaben 2025 nach SIPRI 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, nach 2,4 Prozent im Vorjahr. Das ist der höchste Anteil seit 2009. SIPRI nennt diese Kennzahl die militärische Last eines Landes, weil sie zeigt, wie viel seiner Wirtschaftskraft ein Staat für das Militär aufwendet.
Zwischen den Regionen gibt es große Unterschiede. Im Durchschnitt lag der Anteil 2025 im Nahen Osten bei 3,8 Prozent, in Europa bei 3,2 Prozent, in Afrika bei 1,8 Prozent, in Asien und Ozeanien bei 1,6 Prozent und in Amerika bei 1,2 Prozent.
Die höchsten Anteile hatten die Ukraine mit geschätzt 40 Prozent, Algerien mit 8,8 Prozent und Israel mit 7,8 Prozent. Ein hoher Betrag bedeutet nicht automatisch einen hohen Anteil: Die USA geben mit Abstand am meisten aus, liegen beim Anteil am BIP mit 3,1 Prozent aber weit hinter diesen Ländern. China kommt auf geschätzt 1,7 Prozent.
Was bedeutet das NATO-Ziel von 5 Prozent?
Auf ihrem Gipfel in Den Haag haben die Staats- und Regierungschefs der NATO am 25. Juni 2025 beschlossen, bis 2035 jährlich 5 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung und Sicherheit aufzuwenden. Davon sollen mindestens 3,5 Prozent in die Kernverteidigung fließen und bis zu 1,5 Prozent in verwandte Bereiche wie den Schutz kritischer Infrastruktur, die zivile Vorsorge und die Rüstungsindustrie. Das bisherige Ziel von 2 Prozent stammt aus dem Jahr 2014.
Die Gipfelerklärung sieht vor, dass jedes Mitglied jährlich einen Plan vorlegt und die Aufteilung 2029 überprüft wird. Beiträge zur Verteidigung der Ukraine werden mitgezählt. Nach Schätzungen der NATO vom Juli 2026 lagen die Kernverteidigungsausgaben aller Mitglieder 2025 bei 2,75 Prozent der Wirtschaftsleistung, für 2026 erwartet das Bündnis 2,86 Prozent.
SIPRI kommt mit eigener Methode auf 1.581 Milliarden US-Dollar für die 32 Mitglieder, das sind 55 Prozent der weltweiten Militärausgaben. 23 von ihnen lagen 2025 bei mindestens 2 Prozent. SIPRI weist darauf hin, dass die Zahlen der NATO und die eigenen teils deutlich voneinander abweichen und die Grenzen der neuen Kategorie noch wenig festgelegt sind. Nicht alle Staaten Europas gehören dem Bündnis an, einige sind dauernd neutral.
Wie viel geben Staaten im Vergleich für Friedensförderung aus?
Für die Friedenssicherung der Vereinten Nationen hat die Generalversammlung für Juli 2026 bis Juni 2027 einen Haushalt von rund 5,1 Milliarden US-Dollar beschlossen, etwa 10 Prozent weniger als im Jahr davor. Für 2025/26 waren es 5,38 Milliarden US-Dollar für zwölf Missionen. Beide Beträge sind kleiner als das, was die Staaten der Welt 2025 im Durchschnitt an einem einzigen Tag für ihr Militär ausgaben.
Die öffentliche Entwicklungshilfe der OECD-Geberländer lag 2025 nach vorläufigen Zahlen bei 174,3 Milliarden US-Dollar oder 0,26 Prozent ihres Nationaleinkommens. Sie sank real um 23,1 Prozent, der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik. Deutschland war 2025 zum ersten Mal der größte Geber. Entwicklungshilfe ist dabei breiter als Friedensförderung und umfasst etwa auch Gesundheit und Bildung.
Der Friedensindex des Institute for Economics and Peace beziffert die Ausgaben für Friedensaufbau und Friedenssicherung 2025 auf 49,2 Milliarden US-Dollar, das sind 0,5 Prozent der Militärausgaben. Er rechnet allerdings in Kaufkraftparitäten und mit einem eigenen Kostenmodell, in dem die Militärausgaben samt Folgekosten wie der Versorgung von Veteranen 9,5 Billionen US-Dollar erreichen. Diese Summe lässt sich deshalb nicht direkt mit den 2.887 Milliarden von SIPRI vergleichen. Warum Kriege überhaupt entstehen, erklärt die Seite Warum gibt es Krieg?. Diese Seite nennt die Zahlen von SIPRI, NATO, UN und OECD und wird mit der nächsten Ausgabe aktualisiert.
SIPRI Fact Sheet, April 2026, übersetzt
Die weltweiten Militärausgaben sind auf eine relativ kleine Gruppe von Staaten konzentriert: Die 15 Länder mit den höchsten Ausgaben kamen 2025 auf 2.304 Milliarden US-Dollar oder 80 Prozent der weltweiten Militärausgaben.
Quellen
- SIPRI: Trends in World Military Expenditure, 2025 (PDF)
- SIPRI: Military Expenditure Database
- NATO: Gipfelerklärung von Den Haag, 25. Juni 2025
- NATO: Defence Expenditure of NATO Countries (2014-2026)
- Vereinte Nationen: Haushalt der Friedenssicherung 2026/27
- OECD: vorläufige Zahlen zur Entwicklungshilfe 2025
- Institute for Economics and Peace: Global Peace Index 2026 (PDF)
Die 15 Länder mit den höchsten Militärausgaben 2025
| Rang | Land | Milliarden US-Dollar | Veränderung zum Vorjahr | Anteil am BIP |
|---|---|---|---|---|
| 1 | USA | 954 | −7,5% | 3,1% |
| 2 | China | 336* | +7,4% | 1,7%* |
| 3 | Russland | 190* | +5,9% | 7,5%* |
| 4 | Deutschland | 114 | +24% | 2,3% |
| 5 | Indien | 92,1 | +8,9% | 2,3% |
| 6 | Vereinigtes Königreich | 89,0 | −2,0% | 2,4% |
| 7 | Ukraine | 84,1* | +20% | 40%* |
| 8 | Saudi-Arabien | 83,2* | +1,4% | 6,5%* |
| 9 | Frankreich | 68,0 | +1,5% | 2,0% |
| 10 | Japan | 62,2 | +9,7% | 1,4% |
| 11 | Israel | 48,3 | −4,9% | 7,8% |
| 12 | Italien | 48,1 | +20% | 1,9% |
| 13 | Südkorea | 47,8 | +2,6% | 2,6% |
| 14 | Polen | 46,8 | +23% | 4,5% |
| 15 | Spanien | 40,2 | +50% | 2,1% |
Quelle: SIPRI Fact Sheet „Trends in World Military Expenditure, 2025“, April 2026, Tabelle 1. Ausgaben in laufenden US-Dollar, Veränderung real gegenüber 2024. Ein Sternchen markiert Schätzungen von SIPRI.
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Weitere Fragen zu den Militärausgaben
Wie hoch sind die Militärausgaben der USA?
Die USA gaben 2025 nach SIPRI 954 Milliarden US-Dollar für ihr Militär aus. Das ist rund ein Drittel der weltweiten Militärausgaben und entspricht 3,1 Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Gegenüber 2024 sank der Betrag real um 7,5 Prozent, lag aber noch 11 Prozent über dem Wert von 2016.
Den Rückgang erklärt SIPRI vor allem damit, dass 2025 keine Ergänzungshaushalte für militärische Hilfe ins Ausland mehr bewilligt wurden, wie sie in den Vorjahren dazukamen. Der Abstand zum nächstgrößeren Land ist dadurch kleiner geworden: 2025 gaben die USA 2,8-mal so viel aus wie China, 2024 waren es noch 3,2-mal so viel.
Wie viel gibt China für sein Militär aus?
SIPRI schätzt die chinesischen Militärausgaben 2025 auf 336 Milliarden US-Dollar. China steht damit auf Platz 2 und hat einen Anteil von 12 Prozent an den weltweiten Ausgaben. Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind es geschätzt 1,7 Prozent, so viel wie im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2024.
Die Ausgaben stiegen 2025 real um 7,4 Prozent und seit 2016 um 62 Prozent. Nach SIPRI hat China seine Militärausgaben 31 Jahre in Folge erhöht, die längste Reihe aller Länder in der Datenbank. SIPRI kennzeichnet den Wert als Schätzung.
Wie hoch sind die Militärausgaben Russlands?
Für Russland schätzt SIPRI die Militärausgaben 2025 auf 190 Milliarden US-Dollar, Platz 3 weltweit. Das sind geschätzt 7,5 Prozent der Wirtschaftsleistung und 20 Prozent aller Staatsausgaben, der höchste Anteil, den SIPRI für Russland je erfasst hat. Real stiegen die Ausgaben um 5,9 Prozent, so langsam wie seit 2022 nicht mehr.
Die Zahl ist eine Schätzung. Nach SIPRI ist der Haushalt zudem immer weniger einsehbar: So wuchs der geheime Teil des nationalen Verteidigungshaushalts von geschätzt 73 Prozent im Jahr 2024 auf rund 79 Prozent im Jahr 2025.
Wo steht Deutschland bei den Verteidigungsausgaben?
Deutschland lag 2025 nach SIPRI mit 114 Milliarden US-Dollar auf Platz 4 der Welt, hinter den USA, China und Russland. Die Ausgaben stiegen real um 24 Prozent, das dritte Jahr in Folge mit einem zweistelligen Zuwachs. Mit 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung lag der Anteil zum ersten Mal seit 1990 über 2 Prozent.
Die NATO rechnet nach eigener Methode etwas anders und schätzt den deutschen Anteil für 2025 auf 2,22 Prozent und für 2026 auf 2,69 Prozent. Die Bundesregierung hat zugesagt, 3,5 Prozent bis 2029 zu erreichen. Militärausgaben oberhalb von 1 Prozent der Wirtschaftsleistung sind seit 2025 von der Schuldenbremse ausgenommen. Haushalt, Sondervermögen und die Reihe seit 2008 zeigt die Seite Militärausgaben Deutschlands.
Sind Rüstungsausgaben weltweit dasselbe wie Militärausgaben?
Im Alltag werden beide Wörter oft gleich verwendet. Die Statistik von SIPRI spricht von Militärausgaben und zählt dazu mehr als den Kauf von Waffen: Gehälter und Renten der Soldaten, Betrieb und Unterhalt der Streitkräfte, Beschaffung, militärische Forschung, militärische Hilfe an andere Staaten und auch Friedenstruppen.
Nicht mitgezählt werden nach der SIPRI-Definition zum Beispiel Zivilschutz, Leistungen für Veteranen und die Kosten früherer Einsätze. Wer nur die Beschaffung von Waffen meint, betrachtet also einen Ausschnitt der Militärausgaben, nicht die ganze Summe.
Frieden beginnt nicht in der Rangliste
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